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Ach wie ist's moeglich dann |
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1.
Ach wie ist's moeglich dann Dass ich dich lassen kann Hab' dich von Herzen lieb Das glaube mir Du hast die Seele mein So ganz genommen ein Da ich kein' And're lieb' Als dich allein. |
2.
Blau ist ein Bluemelein, Heisset Vergissnichtmein: Leg' es an's Herze dein Und denk' an mich! Stirbt Blum' und Hoffnung gleich, Wir sind an Liebe reich; Denn die stirbt nie bei mir, Das glaube mir! |
3.
Waer' ich ein Voegelein, Wollt' ich bald bei dir sein, Scheut' Falk und Habicht nicht, Floeg' schnell zu dir. Schoess' mich ein Jaeger tot, Saenk' ich in deinen Schoss; Saeh'st du mich traurig an, Gern stuerb' ich dann! |
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Aennchen von Tharau |
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1.
Aennchen von Tharau ist, die mir gefaellt, Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld. Aennchen von Tharau hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet in Lieb' und in Schmerz. Aennchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut! |
2.
Kaem' alles Wetter gleich auf uns zu schlahn, Wir sind gesinnet bei einander zu stahn. Krankheit, Verfolgung, Betruebnis und Pein Soll unsrer Liebe Verknotigung sein. Aennchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn, Mein Leben schliess' ich um deines herum. |
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3.
Recht als ein Palmenbaum ueber sich steigt, Je mehr ihn Hagel und Regen anficht; So wird die Lieb' in uns maechtig und gross Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Not. Aennchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut! |
4.
Wuerdest du gleich einmal von mir getrennt, Lebtest, da wo man die Sonne kaum kennt; Ich will dir folgen durch Waelder, durch Meer, Durch Eis, durch Eisen, durch feindliches Heer. Was ich gebiete, wird von dir getan, Was ich verbiete, das laesst du mir stahn. |
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5.
Was hat die Liebe doch für ein Bestand, Wo nicht Ein Herz ist, Ein Mund, Eine Hand? Wo man sich peiniget, zanket und schlaegt, Und gleich den Hunden und Katzen betraegt? Aennchen von Tharau, das woll'n wir nicht tun; Du bist mein Taeubchen, mein Schaefchen, mein Huhn. |
6.
Was ich begehre, ist lieb dir und gut; Ich lass' den Rock dir, du laesst mir den Hut! Dies ist uns Aennchen die suesseste Ruh, Ein Leib und Seele wird aus Ich und Du. Dies macht das Leben zum himmlischen Reich, Durch Zanken wird es der Hoelle gleich. |
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| 1.
Guten Abend, gute Nacht, Mit Rosen bedacht, Mit Naeglein besteckt, Schlupf unter die Deck' Morgen frueh, wenn Gott will, Wirst du wieder geweckt. | 2.
Guten Abend, gute Nacht, Von Englein bewacht, Die zeigen im Traum Dir Christkindleins Baum. Schlaf nun selig und suess, Schau im Traum's Paradies. |
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| 1.
Kommt ein Vogerl geflogen, Setzt sich nieder auf mein Fuss, Hat ein Zetterl im Schnabel, Von der Mutter einen Gruß. |
2.
Lieber Vogel, fliege weiter! Nimm ein Gruss mit und ein Kuss, Denn ich kann dich nicht begleiten Weil ich hier bleiben muss. |
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1.
Am Brunnen vor dem Tore Da steht ein Lindenbaum Ich traeumt in seinem Schatten So manchen suessen Traum Ich schnitt in seine Rinde so manches liebes Wort Es zog in Freud und Leide Zu ihm mich immer fort |
2.
Ich musst auch heute wandern Vorbei in tiefer Nacht Da hab ich noch im Dunkel Die Augen zugemacht Und seine Zweige rauschten Als riefen sie mir zu: "Komm her zu mir, Geselle Hier findst du deine Ruh" |
3.
Die kalten Winde bliesen Mir grad ins Angesicht Der Hut flog mir vom Kopfe Ich wendete mich nicht Nun bin ich manche Stunde Entfernt von diesem Ort Und immer hoer' ich's rauschen: "Du fändest Ruhe dort" |
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| Am
Brunnen vor dem Tore |
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1.
Outside the gate's a fountain And an old Lindentree, Under its shady branches My dreams were sweet and free. I carved in its old bark, So many phrases dear. In times of joy and sadness It always drew me near. |
2.
Today I still must wander All through the gloomy night 'twas then that in the darkness I closed my eyes so tight. And I heard branches whisper As if they called to me: Come to me weary traveler, You'll find your peace with me. |
3.
The frigid winds were blowing Against my face and me. My hat flew into darkness, I did not turn to see. Now I am many hours Away from this old tree And still I hear it whispering You'd find your peace with me. |
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1.
Komm lieber Mai und mache Die Baeume wieder gruen Und lasst uns an dem Bache Die kleinen Veilchen blueh'n Wie moechten wir so gerne Ein Bluemchen wieder seh'n Ach lieber Mai wie gerne, Einmal spazieren geh'n. |
2.
Zwar Wintertage haben Wohl auch der Freuden viel Man kann im Schnee frisch traben Und treibt manch Abendspiel Baut Haeuselchen von Karten, Spielt Blinde Kuh und Pfand Auch gibt's wohl Schlittenfahrten Auf's liebe freie Land. |
3.
Doch wenn die Voeglein singen Und wir dann froh und flink Auf gruenem Rasen springen Das ist ein ander' Ding Jetzt muss mein Steckenpferdchen Dort in dem Winkel stehn Denn draußen in dem Gaertchen Kann man vor Kot nicht geh'n. |
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4.
Am meisten aber dauert Mich Lottchens Herzeleid, Das arme Maedchen lauert Recht auf die Blumenzeit. Umsonst hol ich ihr Spielchen Zum Zeitvertreib herbei, Sie sitzt in ihrem Stuehlchen, Wie's Huehnchen auf dem Ei. |
5.
Komm' mach' es bald gelinder, Dass alles wieder blueht, Dann wird das Fleh'n der Kinder Ein lautes Jubellied. O komm' und bring' uns allen Die lieben Veilchen mit, Bring' Ros' und Nachtigallen Und viele Kuckucks Lied. |
6.
Ach, wenn's doch erst gelinder Und gruener draussen waer! Komm, lieber Mai, wir Kinder, Wir bitten gar zu sehr! O komm und bring vor allem Uns viele Veilchen mit, Bring auch viel Nachtigallen Und schoene Kuckucks mit. |
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1.
Kein schoener Land in dieser Zeit Als wie das uns're weit und breit Wo wir uns finden Wohl unter Linden Zur Abendszeit |
2.
Da haben wir so manche Stund' Gesessen da in froher Rund Und taten singen Die Lieder klingen Im Eichengrund |
3.
Dass wir uns hier in diesem Tal Noch treffen so viel hundertmal Gott mag es schenken Gott mag es lenken Er hat die Gnad |
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4.
Nun Brueder eine gute Nacht Der Herr im hohen Himmel wacht In seiner Guete Uns zu behueten Ist Er bedacht |
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1.
Sah ein Knab' ein Roeslein steh'n, Roeslein auf der Heiden, War so jung und war so schoen Lief er schnell es nah zu seh'n Sah's mit vielen Freuden Roeslein, Roeslein, Roeslein rot, Roeslein auf der Heiden. |
2.
Knabe sprach: "Ich breche dich, Roeslein auf der Heiden." Roeslein sprach: "Ich steche dich, Daß du ewig denkst an mich, Und ich will's nicht leiden." Roeslein, Roeslein, Roeslein rot, Roeslein auf der Heiden. |
3.
Und der wilde Knabe brach 's Roeslein auf der Heiden; Roeslein wehrte sich und stach, Half ihm doch kein Weh und Ach, Musst es eben leiden. Roeslein, Roeslein, Roeslein rot, Roeslein auf der Heiden. |
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1.
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein! Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein! Es ruh'n Schaefchen und Voegelein. Garten und Wiese verstummt, Auch nicht ein Bienchen mehr summt. Luna mit silbernem Schein Gucket zum Fenster herein. Schlafe beim silbernem Schein, Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein, Schlaf ein, schlaf ein! |
2.
Alles im Schlosse schon liegt Alles in Schlummer gewiegt; Reget kein Maeuschen sich mehr Keller und Kueche sind leer Nur in der Zofe Gemach Toenet ein schmachtendes Ach Was für ein Ach mag dies sein? Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein Schlaf ein, schlaf ein. |
3.
Wer ist beglueckter als Du? Nichts als Vergnuegen und Ruh. Spielwerk und Zucker vollauf, Und noch Karossen im Lauf. Alles besorgt und bereit, Dass nur mein Prinzchen nicht schreit. Was wird das kuenftig noch sein? Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein. Schlaf ein, schlaf ein. |
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1.
Rose Marie, Rose Marie, Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie, Rose Marie, Rose Marie, Aber du hoertest es nie. |
2.
Jedwede Nacht, jedwede Nacht, Hat mir im Traume dein Bild zugelacht, Kam dann der Tag, kam dann der Tag, Wieder alleine ich lag. |
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3.
Jetzt bin ich alt, jetzt bin ich alt, Aber mein Herz ist noch immer nicht kalt, Schlaeft wohl schon bald, schlaeft wohl schon bald, Doch bis zuletzt es noch hallt: |
4.
Rose Marie, Rose Marie, Sieben Jahre Mein Herz nach dir schrie, Rose Marie, Rose Marie, Aber du hoertest es nie. |
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1.
In einem kuehlen Grunde, Da geht ein Muehlenrad, Mein Liebchen ist verschwunden, Das dort gewohnet hat. |
2.
Sie hat mir Treu' versprochen, Gab mir ein' Ring dabei, Sie hat die Treu' gebrochen, Das Ringlein sprang entzwei. |
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3.
Ich moecht' als Spielmann reisen Wohl in die Welt hinaus Und singen meine Weisen Und geh' von Haus zu Haus. |
4.
Ich moecht' als Reiter fliegen Wohl in die blut'ge Schlacht, Um stille Feuer liegen Im Feld bei dunkler Nacht. |
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5.
Hoer' ich das Muehlrad gehen, Ich weiss nicht, was ich will; Ich moecht' am liebsten sterben, Da waer's auf einmal still. |
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